Medizinische Einordnung
- Diagnose und Beschwerden
- Befunde und Untersuchungen
- Therapie und Verlauf
- Heutiger Zustand
PVG Finanzen Versicherungsmakler
Versicherungsmakler für Heil- & Heilnebenberufe
RATGEBER · BERUFSUNFÄHIGKEIT FÜR ÄRZTE
Eine frühere Psychotherapie, Rückenschmerzen, Migräne, Medikamente oder eine Operation bedeuten nicht automatisch, dass eine BU nicht mehr möglich ist. Entscheidend ist, was tatsächlich vorlag, wann es war und was im konkreten Antrag gefragt wird.
KURZ ERKLÄRT
Eine Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch eine Ablehnung. Entscheidend sind der konkrete gesundheitliche Sachverhalt und die tatsächlich gestellten Gesundheitsfragen.
Ob und zu welchen Konditionen Versicherungsschutz möglich ist, lässt sich nicht allein anhand einer Diagnose beantworten. Bei relevanter Gesundheitshistorie würde ich zuerst strukturiert aufarbeiten und die konkreten Gesundheitsfragen prüfen.
ZWEI PERSPEKTIVEN
Als Ärztin oder Arzt kannst du einen Befund medizinisch sehr gut einschätzen. Der Versicherer prüft zusätzlich, welches Risiko er mit dem beantragten Versicherungsschutz übernimmt.
VERGLEICH
Welcher reguläre, vereinfachte oder zielgruppenbezogene Prüfungsweg gilt?
Wie weit reicht die konkrete Frage zurück?
Geht es um Beschwerden, Diagnosen, Untersuchungen oder Behandlungen?
Ab welcher Dauer oder Häufigkeit wird ein Sachverhalt erfasst?
Welche Sachverhalte nimmt die Frage ausdrücklich aus?
Nicht nur die Gesundheitshistorie ist entscheidend. Ebenso wichtig ist, welches konkrete Gesundheitsfragewerk in der jeweiligen Antragssituation tatsächlich gestellt wird.
Im ausgewerteten regulären BU-Fragewerk wird die Psyche im 3-Jahres-Block geführt.
Im ausgewerteten Fragewerk werden Psyche, Gehirn und Nervensystem über fünf Jahre abgefragt.
Im ausgewerteten regulären Fragewerk beträgt der Zeitraum für die Psyche zehn Jahre.
Verschreibungspflichtige Medikamente innerhalb von fünf Jahren, sofern sie über mehr als vier Wochen eingenommen oder angewandt wurden; die Frage nennt Ausnahmen.
Medikamente innerhalb von fünf Jahren, wenn die Einnahme länger als zwei Wochen fortdauerte.
Medikamente innerhalb von fünf Jahren, wenn sie mehr als 30 Tage täglich oder an mehr als 30 Tagen im Jahr eingenommen wurden.
Gleicher Zeitraum. Unterschiedliche Gesundheitsfragen.
HDI ÄRZTE-ZIELGRUPPENAKTION
Die HDI bietet für approbierte Ärztinnen und Ärzte einen besonderen Zugang mit stark verkürzten Gesundheitsfragen an. Zu Beginn können maximal 2.500 € monatliche BU-Rente inklusive Bonusrente abgesichert werden.
Wichtig: Diese Ärzte-Aktion ist nicht mit HDI FUTURE 2 Go gleichzusetzen. FUTURE 2 Go ist ein eigenständiger Prüfungsweg mit anderen Voraussetzungen.
Die vereinfachte Gesundheitserklärung konzentriert sich insbesondere auf folgende drei Bereiche:
Gefragt wird unter anderem, ob du in den letzten 2 Jahren länger als 14 Kalendertage durchgehend aus gesundheitlichen Gründen außerstande warst, deine schulische, studentische oder berufliche Tätigkeit auszuüben, oder ob du sie aktuell aus gesundheitlichen Gründen eingeschränkt ausübst.
Eine Einschränkung liegt laut Fragewerk vor, wenn du deine konkrete Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nur noch zu weniger als 50 % der gewöhnlichen Arbeitszeit ausüben kannst.
Gefragt wird, ob in den letzten 10 Jahren bestimmte Erkrankungen bestanden oder behandelt wurden – darunter Hirntumor, Krebs, Diabetes, HIV, Multiple Sklerose, Epilepsie, Rheuma, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn oder Schlaganfall.
Erfasst werden außerdem ein derzeit oder in den letzten 10 Jahren zuerkannter Grad der Behinderung (GdB), Grad der Schädigungsfolgen (GdS), eine Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) oder Berufs- bzw. Erwerbsunfähigkeit sowie ein entsprechender Antrag in den letzten 2 Jahren.
Gefragt wird, ob du in den letzten 3 Jahren bei einem Kardiologen, Psychiater, Psychologen oder Psychotherapeuten beziehungsweise wegen psychischer Beschwerden bei einem Arzt oder bei einem Orthopäden untersucht, beraten oder behandelt wurdest.
Bei Erkrankungen des Bewegungsapparates wird zusätzlich gefragt, ob in den letzten 3 Jahren mehr als 12 Behandlungen bei Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Osteopathen oder Chiropraktikern verordnet wurden.
ORIGINALAUSZUG
Auszug aus der vereinfachten Gesundheitserklärung der HDI. Der Ausschnitt zeigt die oben zusammengefassten Gesundheitsfragen im Original.
Verkürzte Gesundheitsfragen sind nicht automatisch die bessere BU.
Diese Punkte können bei der Vorbereitung helfen. Welche Angaben tatsächlich verlangt werden, richtet sich nach den konkret gestellten Fragen.
BU-GESUNDHEITSCHECK
10 Punkte, mit denen du deine Gesundheitshistorie strukturiert vorbereitest.
Die Checkliste ist keine Gesundheitserklärung und ersetzt nicht die konkreten Gesundheitsfragen.
BU-Gesundheitscheck herunterladen
Gesundheitshistorie aufarbeiten und Unterlagen an einen Versicherer übermitteln sind zwei verschiedene Schritte.
Ich würde nicht automatisch die komplette Akte bestellen oder übermitteln. Je nach Historie können gezielte Unterlagen sinnvoll sein. Bei einer unbekannten Diagnose sollten Quelle, Anlass, Befunde, Diagnoseart und Verlauf geklärt werden.
Welche Entscheidung im Einzelfall getroffen wird, kann aus einer Diagnose allein nicht vorhergesagt werden.
Bei relevanten Vorerkrankungen kann sie helfen, Einschätzungen ausgewählter Versicherer vor einer formellen Antragstellung zu vergleichen.
Versicherbarkeit zuerst klären. Den passenden BU-Vertrag danach auswählen.
Im kostenfreien Erstgespräch besprechen wir deine Ausgangssituation und sinnvolle nächste Schritte und ordnen bei Bedarf eine Risikovoranfrage ein.
Kostenfreies Erstgespräch buchen
ILLUSTRATIVE BEISPIELE
Keine realen Beratungsfälle. Aus den Beispielen lässt sich keine konkrete Annahmeentscheidung eines Versicherers ableiten.
Relevante Punkte können Anlass, Dauer, Behandlung, Verlauf, heutiger Zustand und der genaue Wortlaut des Fragewerks sein.
Zeitraum, Verschreibungspflicht, Dauer, Häufigkeit und ausdrücklich genannte Ausnahmen können die Antwort beeinflussen.
Auch Beschwerden ohne Diagnose oder Arztbesuch können erfasst sein, wenn das konkrete Fragewerk danach fragt.
DIAGNOSE-HUB
Eine Vorerkrankung schließt eine BU nicht automatisch aus. Entscheidend sind der konkrete Sachverhalt, das anwendbare Gesundheitsfragewerk und die individuelle Risikoprüfung.
Es gibt keinen einheitlichen Zeitraum. Je nach konkretem Fragewerk, Gesundheitsbereich und Prüfungsweg können unterschiedliche Zeiträume, Schwellenwerte und Ausnahmen gelten.
Nicht automatisch. Je nach Gesundheitshistorie können gezielte Unterlagen sinnvoll sein. Aufarbeitung und Übermittlung an einen Versicherer sind zwei verschiedene Schritte.
Das hängt vom Wortlaut der konkreten Frage ab. Manche Fragewerke erfassen auch aktuelle oder unbehandelte Beschwerden.
Nein. Zugangsvoraussetzungen, Wortlaut, Schwellenwerte, Ausnahmen und die individuelle Vorgeschichte müssen gemeinsam betrachtet werden.
Bei relevanten Vorerkrankungen kann sie helfen, Einschätzungen ausgewählter Versicherer vor einer formellen Antragstellung zu vergleichen.
Erst nachdem Gesundheitshistorie und konkrete Fragewerke geprüft, offene Sachverhalte geklärt und mögliche Annahmewege eingeordnet wurden.

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