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Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte I unabhängiger Vergleich

Das der Abschluss einer privaten Berufs­unfähig­keitsversicherung für Ärzte trotz einer Absicherung durch das berufsständische Versorgungswerk sinnvoll ist, hat Maria Müller Fachärztin für Anästhesiologie (38 Jahre) am eigenen Leib erfahren, nachdem Sie die Diagnose Burn out bekommen hat.

Die unregelmäßigen Arbeitszeiten im Schichtdienst, der Stress und die mentalen Belastungen machten ihr vermehrt in Ihrem beruflichen Alltag zu schaffen. Die Folgen waren Verdauungsprobleme, Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit gepaart von mittelschweren Depressionen. Ihr Arzt bescheinigt eine mehr als 6-monatige Berufsunfähigkeit. Zum Glück hatte Maria vor 6 Jahren während Ihrer Assistenzzeit eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, solange Sie noch keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen hatte.

Mehr dazu, warum Sie als Arzt eine zusätzliche Absicherung durch eine Berufs­unfähig­keitsversicherung brauchen und welchen Schutz die berufsständische Versorgung bietet – erfahren Sie hier.

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Die private Berufs­unfähig­keitsversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung

Vergleich der besten Berufsunfähigkeitsversicherung für ÄrzteTrotz der Absicherung im Versorgungswerk ist es als Arzt sinnvoll, ergänzend eine private Berufs­unfähig­keitsversicherung abzuschließen. Denn das berufsständische Versorgungswerk leistet erst dann, wenn Sie als Arzt vollständig berufsunfähig sind. Das bedeutet, dass Sie zu 100 Prozent eingeschränkt sein müssten und sämtliche ärztliche Tätigkeiten nicht mehr ausüben könnten was einer Berufsaufgabe gleich kommen würde.

Könnten Sie beispielsweise Ihre Tätigkeit als Chirurg nicht mehr wahrnehmen, aber z.B. als Dozent angehende Fachärzte unterrichten oder z.B. in der Forschung beratend tätig sein, dann wird das Versorgungswerk Ihnen keine Rente wegen einer Berufs­unfähig­keit zahlen. Nachfolgend finden Sie einen Auszug aus der Satzung der Landesärztekammer Hessen.

Beispiel Auszug aus dem Versorgungswerk:

Versorgungswerk Ärztekammer Hessen berufsunfähigkeitWer infolge seiner körperlichen oder geistigen Kräfte seinen Beruf als Arzt oder Ärztin nicht mehr ausüben kann und seine gesamte ärztliche Tätigkeit eingestellt hat, hat als Mitglied des Versorgungswerkes Anspruch auf Berufs­unfähig­keitsrente.

Als ärztliche Tätigkeit gilt beim Antrag auf Berufs­unfähig­keitsrente jede Tätigkeit, zu deren Ausübung ein abgeschlossenes Medizinstudium ganz oder teilweise Voraussetzung ist.“ (Quelle Landesärztekammer Hessen)

Anders verhält es sich mit einer privaten Berufs­unfähig­keitsversicherung für Ärzte. Die private Berufs­unfähig­keitsversicherung zahlt bereits dann eine Berufs­unfähig­keitsrente, wenn Sie Ihrer beruflichen Tätigkeit als Arzt teilweise zu mindestens 50 Prozent nicht mehr nachgehen können.

BU-Rente Versorgungswerk vs. BU-Rente Versicherung

In der nachfolgenden Gegenüberstellung sind die wichtigsten Unterschieden zwischen dem Versorgungswerk für Ärzte und den privaten Versicherern zusammengefasst.

KriterienVersorgungswerkVersicherer
Leistungsvoraussetzungvolle Berufsunfähigkeit 100% (Aufgabe ärztliche Tätigkeit)teilweise Berufsunfähigkeit mind. 50%
Vertragliche RegelungDie Satzung kann jederzeit geändert werdenVertragsbedingungen können nicht verändert werden
Höhe der BU-RenteHöhe richtet sich nach den bisher gezahlten Pflichtbeiträge und Jahrenkann nach Bedarf frei gewählt werden max. Höhe meist 60% des Bruttojahreseinkommen
AnnahmevoraussetzungenkeineGesundheits- und Risikoprüfung bei Vertragsabschluss
Verweisung auf andere ärztliche Tätigkeitenja i.d.R. keine Verweisung auf andere ärztliche Tätigkeiten
Besteuerung der BU-Rentenachgelagert wie die Altersrente nach §22 EStG

Ertragsanteil nach §55 EStDV

Die häufigsten Ursachen die bei Ärzten zu einer Berufs­unfähig­keit führen

kostenfreier und neutraler  Vergleich aller Anbieter zur Berufunfähigkeitsversicherung für ÄrzteAls Arzt tragen Sie Verantwortung für das Leben anderer Menschen. Sie leisten Nachtdienste, Rufbereitschaft und Überstunden und müssen oftmals auf Abruf innerhalb von wenigen Minuten verfügbar und mit voller Konzentration einsetzbar sein.

Das bedeutet, dass Sie als Arzt insbesondere einer immensen mentalen Belastung ausgesetzt sind und nur wenig Zeit haben, sich Freiräume und den notwendigen Ausgleich zu schaffen. Diese Rahmenbedingungen erhöhen die Gefahr für Ärzte einer Berufs­unfähig­keit. Um die Notwendigkeit einer privaten Berufs­unfähig­keitsversicherung zu unterstreichen, werfen wir einen Blick auf die möglichen Ursachen die grundsätzlich zu einer Berufs­unfähig­keit führen können.

Mit fast einem Drittel zählen psychische Erkrankungen und Nervenerkrankungen laut Statistik zu den häufigsten Ursachen, gefolgt von Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates. Auf den weiteren Plätzen folgen Krebserkrankungen und andere bösartige Geschwülste, sonstige Erkrankungen, die nicht detailliert aufgeführt werden, Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems sowie Unfälle.

Laut Statistik gehören Ärzte zur Spitzengruppe, bei der psychische Erkrankungen wie Depressionen und Burnouts angesiedelt sind, was angesichts der hohen Belastungen im Gesundheitswesen nicht wirklich verwundert. Überdies tauchen immer wieder Berichte über die unglaublichen Arbeitsbedingungen in Kliniken, über Überforderung aufgrund von Personalmangel und 24-Stunden-Schichten auf.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte: Worauf achten?

Bevor Sie sich als Arzt für eine Berufs­unfähig­keitsversicherung entscheiden, sollten Sie vor allem drauf achten, dass die sog. Infektionsklausel Vertragsbestandteil des Anbieters und Tarifs ist.

Nicht jeder BU-Versicherer bietet sie an. Sie hat zum Inhalt, dass ein Arzt auch dann berufsunfähig ist, wenn die zuständige Behörde nach § 31 IfSG (Infektionsschutzgesetz) ein teilweises oder vollständiges berufliches Tätigkeitsverbot erteilt hat, das eine Mindestdauer von sechs Monaten hat.

Grundlage für die Höhe der Berufs­unfähig­keitsrente ist Ihr Verdienst als Arzt im Zeitpunkt des Vertragsschlusses. Es gilt die Faustregel, dass Sie als Arzt ca. 75-80 Prozent Ihres Nettoeinkommens absichern sollten.

Experten-Tipp: Schreiben Sie Ihre monatlichen beziehungsweise jährlichen Ausgaben detailliert auf. Überlegen Sie, welche laufenden Ausgaben trotz einer Berufs­unfähig­keit bestehen bleiben.

Vergessen Sie dabei bitte nicht, das bei einer Berufs­unfähig­keit keine weiteren Beitragszahlungen in das Versorgungswerk oder in die gesetzliche Rentenversicherung erfolgen. Eine Liste mit den jährlichen Ausgaben bietet sich insbesondere für Ärzte mit einer eigenen Praxis an.

Sofern Sie Einnahmen aus Vermietung oder Verpachtung oder aus Kapitalanlagen haben, kann sich der ermittelte Absicherungsbedarf entsprechend verringern.

Ärzte sollten bei einer Berufs­unfähig­keitsversicherung darauf achten, dass eine dynamische Anpassung an die sich verändernden Lebensumstände vertraglich möglich ist. Durch eine sog. Beitragsdynamik steigt die versicherte Berufs­unfähig­keitsrente jährlich um einen vereinbarten prozentualen Betrag (z.B. 5%).

Ärzte sollten beim Abschluss einer Berufs­unfähig­keitsversicherung darauf zu achten, das sich die Vertragslaufzeit am gesetzlichen Renteneintrittsalter orientiert. Denn erfahrungsgemäß steigen Erkrankungen mit zunehmendem Alter. Nur so vermeiden Sie als Arzt später mögliche Einkommenslücken.

Gerade für niedergelassene Ärzte sollte der Verzicht auf eine Umorganisation des Praxisbetriebs verzichtet werden. Dabei sollte man darauf achten, das in den Versicherungsbedingungen geregelt ist, das auf eine Umorganisation verzichtet wird bei Personen die einen akademischen Abschluss haben und oder weniger als fünf Mitarbeiter beschäftigen.

Beispiele: Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte

Die Kosten einer Berufs­unfähig­keitsversicherung für Ärzte hängen von vielen Faktoren ab, aber maßgeblich vom Alter, der Vertragslaufzeit, der Höhe der gewünschten Berufs­unfähig­keitsrente und vom Gesundheitszustand. Vorerkrankungen können beispielsweise den Beitrag für die Berufs­unfähig­keitsversicherung erhöhen oder alternativ zu einem Ausschluss der Erkrankung vom Versicherungsschutz führen.

Grundsätzlich gibt es bei der Auswahl der Anbieter und Tarife für Ärzte deutliche Preisunterschiede deshalb lohnt es sich zu ver­gleichen.

Hier einige Beispiele:

– 20-jährige(r) Humanmedizin, Student(in), 1.000€ BU-Rente, bis zum 67. Lebensjahr: ab 27€

– 24-jährige(r) Humanmedizin, Student(in), 1.500€ BU-Rente, bis zum 67. Lebensjahr: ab 42€

– 30-jährige(r) Assistenzarzt/ärztin, angestellt, 2.000€ BU-Rente, bis zum 67. Lebensjahr: ab 68€

– 35-jährige(r) Assistenzarzt/ärztin, angestellt, 2.500€ BU-Rente, bis zum 67. Lebensjahr: ab 97€

– 45-jährige(r) Chefarzt/ärztin, angestellt, 3.500€ BU-Rente, bis zum 67. Lebensjahr: ab 170€

Die besten BU-Tarife für Ärzte

In einer Studie 03/2020 hat das Deutsche Finanz-Service Institut (DFSI) Berufsunfähigkeits(BU)-Policen an Hand von rund 60 Leistungsmerkmalen der Allgemeinen Versicherungsbedingungen für 5 Berufsgruppen mit in Summe 10 Berufsbildern darunter auch für Allgemeinmediziner analysiert.

VersicherungsunternehmenTarifGesamtbewertung
ContinentalePremiumBU (PBU)Hervorragend
HDIEGO TopHervorragend
Alte LeipzigerSecurAL (BV10)sehr gut
Swiss LifeSBU,KlinikRente.BUSehr gut
AllianzSBU (OBUU)Sehr gut
LV1871GoldenBU (SBU)Sehr gut
NürnbergerSBU2910DPSehr gut

Quelle DFSI Stand 03/2020

Fazit: Berufsunfähigkeitsversicherung für Ärzte ver­gleichen

Tatsächlich ist der krankheitsbedingte Verlust der Arbeitskraft eines der größten Risiken im Leben überhaupt. Das gilt umso mehr, da Sie als Arzt besonderen beruflichen Situationen und hohem Stress ausgesetzt sind.

Ziel bei der Wahl der Berufs­unfähig­keitsversicherung ist es, einen leistungsstarken BU-Versicherer zu finden und den gewünschten Schutz zu den besten Konditionen bietet. Dies erreichen Sie, wenn Sie die Anbieter und Tarife miteinander ver­gleichen. Nutzen Sie dafür genre das nachfolgende Anfrageformular für einen kostenfreien und neutralen Vergleich.

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