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Risiko­lebens­ver­si­che­rung » Wer braucht eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung?

Die Risiko­lebens­ver­si­che­rung ist vor allem für junge Familien mit Kind(ern), Alleinerziehende und Paare mit nur einem Hauptverdiener existenziell. Denn gerade in jungen Jahren sind die Ansprüche aus der Witwen- und Waisenrente der deutschen Rentenversicherung auf Grund der wenig geleisteten Beitragsjahre für verheiratete Paare eher gering.

Auch bei der Finanzierung einer Eigentumswohnung oder einem Eigenheim führt meistens kein Weg an dem Abschluß einer Risiko­lebens­ver­si­che­rung vorbei. Viele Banken verlangen in der Höhe des aufgenommen Kapitals eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung als Sicherheit, sollten keine anderen Vermögenswerte vorliegen.


 Folgende Vorteile bietet die Risiko­lebens­ver­si­che­rung als Hinterbliebenabsicherung:

Die goldene Regel lautet: Je früher Sie eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung abschließen, desto niedrigere Beiträge müssen Sie aufwenden um Ihre Familie bedarfsgerecht abzusichern!

 Hinterbliebenenabsicherung im Todesfall durch eine einmalige Kapitalauszahlung

 Finanzielle Absicherung für unverheiratete Paare mit Kind(er) an Stelle einer Witwen-oder Witwerrente

 Freie Verwendung der Versicherungssumme (außer wenn die Versicherung an die Bank abgetreten ist)

 Finanzielle Absicherung von Geschäftspartner als Keyman Versicherung (Schlüsselkraftversicherung)

 Absicherung eines Immobilienkredits z.B. in Form einer linear oder annuitätisch fallenden Versicherungssumme




Häufige Fragen rund um die Risiko­lebens­ver­si­che­rung (RLV)

Inhalt

1. Was leistet eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung genau?

2. Wie hoch sollte die Versicherungssumme bei einer Risiko­lebens­ver­si­che­rung sein?

3. Was sollte man beim Abschluss einer Risiko­lebens­ver­si­che­rung beachten?

4. Risiko­lebens­ver­si­che­rung als Erbschaftssteuertrick bei unzureichendem Freibetrag?

5. Warum ist eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung für unverheirtetet Paare mit Kind(ern) sinnvoll?

6. Risiko­lebens­ver­si­che­rung zur Darlehensabsicherung einer Immobilie?

 

 

Was leistet eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung genau?

Eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung sichert im Todesfall die Hinterbliebenen mit einer vorher vertraglich festgelegten Versicherungssumme ab. Zu beachten ist, das aus der Risiko­lebens­ver­si­che­rung nur eine Auszahlung erfolgt, wenn der Versicherungsnehmer bzw. die versicherte Person währende der vertraglich festgelegten Laufzeit verstirbt. Daher ist eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung auch um ein Vielfaches günstiger, als kapitalbildende Lebensversicherung.

Bereits mit der Einlösung des Erstbeitrags gilt der vereinbarte Schutz und die Gewissheit die Familie für den schlimmsten Fall gut abgesichert zu wissen.

 

 

Wie hoch sollte die Versicherungssumme bei einer Risiko­lebens­ver­si­che­rung sein?

Berücksichtigen Sie bei der Wahl der Höhe der Versicherungssumme auch eventuelle Verbindlichkeiten, (z.B. das Dahrlehen für das Eigenheim, der Kredit für das KFZ etc.) welche zusätzlich zu den monatlichen Lebenserhaltungskosten anfallen. 

 Wichtig: Sichern Sie Ihre Hinterbliebenden in ausreichender Höhe ab, besonders wenn Ihr Kind/Ihre Kinder noch nicht auf den eigenen Beinen stehen und ein eigenes Einkommen erzielen um sich zu versorgen. Als Faustregel gilt mindestens das 3- bis 5-fache Ihres BruttojahreseinkommensGrundsätzlich gilt es jedoch den Bedarf stets individuell zu berechnen.

 

 

Was sollte man bei dem Abschluss einer Risiko­lebens­ver­si­che­rung alles beachten?

Die zu zahlenden Beiträge für eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung bemessen sich am Alter, an der Laufzeit, ob man Raucher oder Nichtraucher ist und am Gesundheitszustand des Antragstellers bzw. der versicherten Person. Letzteres also der Gesundheitszustand wird von dem Versicherer an Hand eines Gesundheitsfragebogens überprüft.

Sollten Vorerkrankungen vorliegen, erlaubt sich die Versicherungsgesellschaft natürlich nur mit Zustimmung des Antragstellers bzw. der versicherten Person im Einzelfall Erkundigungen bei Ärzten und Krankenhäusern einzuholen. Bei falscher oder unwahrheitsgemäßer Beantwortung der Gesundheitsfragen erlischt der Versicherungsschutz und die Hinterbliebenen gehen im Leistungsfall leer aus.

 

 

Rikolebensversicherung als Erbschaftssteuertrick bei unzureichendem Freibetrag?

In den meisten Fällen ist bei einer Risiko­lebens­ver­si­che­rung folgende Konstelation gegeben: Der Versicherungsnehmer ist zugleich Beitragszahler und versicherte Person und setzt lediglich seinen Partner als Begünstigten im Todesfall ein. Bei dieser Variante der Risiko­lebens­ver­si­che­rung wird eine Erbschaftsteuer überhalb der Steuer Freibetragsgrenze fällig.

 Tipp: Doch mit Hilfe eines simplen Trick`s lässt sich das Vermögen sicher vor dem Finanzamt schützen. Wenn man nicht das eigene Leben gegen den Todesfall absichert, sondern das des Partners und umgekehrt zahlt man somit auch nur für die eigene Absicherung im Falle des Ablebens des Partners.

Die versicherte Versicherungssumme wird im Leistungsfall nicht als Erbe behandelt und ist so auch steuerfrei! Gerade für nicht verheiratete (vermögende) Paare und bei Überschreitung der Freibeträge ist diese Art der überkreuz Absicherung durch eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung durchaus sinnvoll. 

Ehepaare haben einen erbschaftsteuerfreien Freibetrag von 500.000 Euro, Kinder von 400.000 Euro und unverheiratete Paare oder eheähnliche Lebensgemeinschaften lediglich einen Steuerfreibetrag von nur 20.000 Euro

 

 

 Warum ist eine Risiko­lebens­ver­si­che­rung für unverheirtetet Paare mit Kind(ern) sinnvoll?

Grundsätzlich sollten sich vor allem unverheiratete Paare mit Kind(ern) hinreichend finanziell absichern. Denn stirbt einer der beiden Elternteile führt das oftmals auch zu finanziellen Schwierigkeiten. Bedenkt man das es für unverheiratete Paare mit Kind(ern) keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Witwen- oder Witwerrente (§46 SGB VI) gibt. Es wird lediglich eine sog. Waisenrente oder Halbwaisenrente für das Kind bzw. die Kinder als finanzielle Unterstützung von der deutschen Rentenversicherung gewährt.

Der Abschluss einer Risiko­lebens­ver­si­che­rung mit einer ausreichenden Versicherungssumme kann so finanziell Abhilfe schaffen und z.B. die Ausbildung des Kindes bzw. der Kindern weiter gewährleisten oder helfen sonstige finanzielle Verpflichtungen wie ein Darlehen weiter zu bedienen oder die Miet- und Lebenshaltungskosten der Familie zu sichern.

 Tipp: Unverheiratete Paare oder eheähnliche Lebensgemeinschaften haben lediglich einen Steuerfreibetrag von nur 20.000 Euro, daher sollten die Verträge jeweils über Kreuz geschlossen werden, so fällt die Auszahlung der Versicherungssumme nicht unter die Erbschaftssteuer.

 

 

Risikolbensversicherung zur Darlehensabsicherung einer Immobilie?

Um ein Darlehen für eine Immobilie abzusichern, bietet sich auch an Stelle einer linear fallenden Versicherungssumme bei der die abgesicherte Versicherungssumme über die geamte Laufzeit jedes Jahr im gleichen Umfang bis auf 0€ fällt auch die Variante einer annuitätisch fallenden Versicherungssumme zu wählen an.

Vorteil: An Hand des Zins und der Tilgung wird über die gesamte Dauer der Entschuldungsphase die benötigte Versicherungssumme abgebildet. Mögliche Sondertilgungen oder Tilgungsaussetzungen können in diesem Modell leider nicht berücksichtigt oder mit eingerechnet werden.

Empfehlung bei der annuitätisch fallenden Versicherungssumme ist es, die Laufzeit bzw. Versicherungsdauer ausreichend lang zu bemessen (z. B. anhand der voraussichtlichen Zeit für die Darlehenstilgung), da eine spätere Vertragsverlängerung der Risiko­lebens­ver­si­che­rung nur durch einen neuen Vertrag mit einer neuen Gesundheitsprüfung und den dann risiko- und altersgerechten höheren Beiträgen möglich ist. Eine vorzeitige Vertragsbeendigung ist aber selbstverständlich jederzeit möglich.

Wenn Sie einen annuitätischen Verlauf gemäß der Höhe des Darlehens wählen, ermittelt die Versicherung die Laufzeit automatisch. Es kann aber auch eine kürzere Dauer eingeben werden z.B. bis zum 67. Lebensjahr. 

 


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