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Vereinfacht: Wie berechnet man die zu erwartende Altersrente

Artikel vom 04/07/2017

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Als Bezugsgröße wieviel Entgeltpunkte dem eigenen Rentenkonto gutgeschrieben werden dient das sog. vorläufige durchschnittliche Entgelt aller in der gesetzlichen Rentenversicherung Versicherten in einem Jahr. In 2017 bemisst sich das vorläufige Durchschnittsentgelt an dem durchschnittlichen Jahresbrutto-Lohn- oder -Gehalt eines beschäftigten Arbeitnehmers in Höhe von 37.103 €. Das bedeutet wer also in diesem Jahr genau soviel wie der Durchschnitt verdient erhält exakt 1 Entgeltpunkt. Wer demnach mehr oder weniger verdient erhält somit mehr oder weniger.

Jedoch können dem Rentenkonto in einem Jahr nur maximimal 2,05 Entgeltpunkte gutgeschrieben werden. Verantwortlich dafür ist die sog. Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Rentenversicherung die in 2017 bei 76.200€ im West und bei 68.400€ im Ost liegt. Ferner werden die gesammelten Entgeltpunkte mit dem nach dem heutigen Stand sog. Rentenwert multipliziert. Dieser liegt in der zweiten Hälfte von 2017 bei 31,03€ West und 29,69€ Ost.

Beispiel: Wie errechne ich meine Entgeltpunkte 

I. Person A verdient 24.000€ Brutto/Jahr    =  24.000€ : 37.103€  = 0,65 Entgeltpunkte

II. Person B verdient 37.103€ Brutto/Jahr   =  34.999€ : 37.103€  = 1 Entgeltpunkt

III. Person C verdient 80.000€ Brutto/Jahr  =  80.000€ : 37.103€  = 2,05 Entgeltpunkte (Beiträge bis 76.200€ werden berücksichtigt)

Vereinfachte RentenformelEP x ZF x RW = Bruttorente

EP= Entgeltpunkte, ZF = Zugangsfaktor i.d.r = 1 (gesetzlich festgesetzte Jahre bis zum Renteneintritt), RW= Rentenwert

Nimmt man nun an das man 45 Jahre lag genau soviel verdient hat wie der Durchschnitt aller in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherten Arbeitnehmer erhält man exakt 45 Entgeltpunkte diese werden mit dem Zugangsfaktor 1 und dem heutigen Rentenwert von 31,03€ multipliziert. So erhält man eine Bruttorente von 1.396,35€ pro Monat. 

 Wichtig: Von dieser Bruttorente gehen noch Steuern und Beiträge für die gesetzliche Kranken- & Pflegepflichtversicherung ab. Zudem sollte man den Kaufkraftverlust bedenken, der dazu führt das bei einer angenommen jährlichen Inflation von 1,5 % 1.000€ heute in 20 Jahren nur noch einem Wert von 740€ entsprechen.

 


Index basierende Rentenversicherungen die alternative im Niedrigzinsumfeld

Artikel vom 08/04/2017

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Die klassiche private Rentenversicherung:  Bei dieser Anlageform der privaten Rentenversicherung fließt das angesparte Kapital mit einem festen Prozentsatz (dem sog. Garantiezins in Höhe von 0,9% für geschlossene Verträge ab 2017) ausschließlich in das sog. Sicherungsvermögen der jeweiligen Versicherungsgesellschaft, auch Deckungsstock genannt. Am Ende der Laufzeit erhält der Sparer eine einmalige Auszahlungssumme oder eine lebenslange Rente, welche sich aus dem zum Zeitpunkt des Abschlusses gültigen und festgeschriebenen Garantiezins inklusive erwirtschafteten Überschüssen bzw. der Gewinnbeteiligung der Versicherungsgesellschaft zusammensetzt. 

Dabei ist diese Form der privaten Alters­vorsorge sehr sicherheitsorientiert ausgerichtet und unterliegt äußerst strengen Regeln. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld hat es diese Anlageform aus Renditesicht daher schwer.

 

Die fondsgebundene Rentenversicherung: Die Fondsgebundene Rentenversicherung ermöglicht je nach persönlicher Risikoneigung und Fondsauswahl eine höhere Renditechance, birgt teilweise aber das Risiko erhöhter Schwankungen (Volatilität) und das Risiko von Kursverlusten über die Laufzeit. Häufig muss das Anlagekonzept zudem aktiv gemanagt werden, was eine Beschäftigung mit dem Kapitalmarkt voraussetzt. Abhilfe können jedoch passiv gemanagete Fonds oder alternativ kostengünstigere ETF`s schaffen. Zudem bieten i.d.R alle Versicherer Ihren Kunden die Möglichkeit an, zwischen verscheidenen Garantieniveaus und Sicherungsmechanismen zu wählen um so das Risiko von Kursverlusten über die Laufzeit zu begrenzen.

 

Die Index basierende Rentenversicherungen: Die sog. Indexpolice bildet in der Regel den Euro Stoxx 50 oder DAX30 ab und partizipiert so von der Kursentwicklung der 50 führenden Unternehmen im Euroraum oder der top 30 in Deustchland. Die Indexpolice garantiert zum vereinbarten Rentenbeginn mindestens die eingezahlten Beiträge. Der entscheide Vorteil im Vergleich zu einer Fondspolice liegt jedoch darin, das Verluste im Index nicht an den Kunden weitergegeben werden und das Guthaben jährlich gesichert wird. Damit dieses Anlageprinzip funktioniert, behält sich der Versicherer vor, die enstandenen Gewinne zu deckeln. Durch die Deckelung der Gewinne können und werden entstandene und zukünftige Verluste in anderen Jahren refinanziert werden. Bei einigen Anbietern am Markt besteht auch die Möglichkeit einmal jährlich zum Stichtag zwischen der sog. Indexpartizipation oder alternativ auch einer garantierten prozentuale Verzinsung zu wählen. Wie dieses Prinzip genau funktioniert erkläre ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch.

 Tip: Durch die beschriebenen Eigenschaften der Index basierten Rentenversicherung bzw. Indexpolice ist diese Anlageform auch besonders gut für Einmalanlagen geeignet. Das Risiko eines Verlustes ist ausgeschlossen und die Renditechancen sind gut, da einmal erzielte Gewinne jährlich gesichert werden und so nicht mehr verloren gehen können.

 


Welche Informationen enthält meine jährliche Renteninformation

Artikel vom 24/06/2016

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Die Höhe der späteren gesetzlichen Rente richtet sich nach der Dauer des Arbeitslebens und  dem Einkommen während der Beitragszeit. Wichtig ist, dass alle Daten aus dem  Erwerbsleben beim Rententräger, der Deutschen Rentenversicherung (früher BfA und LVA),  vollständig und richtig erfasst sind – davon hängt die Höhe der Rente ab. Aufschluss über die  Leistungen, die man im Ruhestand erwarten kann, gibt die schriftliche Renteninformation, die  man als Beitragszahler regelmäßig per Post von der Deutschen Rentenversicherung erhält,  wenn man älter als 26 Jahre ist und mindestens fünf Jahre lang Beiträge gezahlt hat. Nicht  immer sind dort alle Beitrags- und Anerkennungszeiten korrekt und vollständig erfasst.


Grundlage für die Rentenberechnung ist der persönliche Versicherungsverlauf, der auf den letzten Seiten der Renteninformation ausgewiesen ist. Hier sind alle Daten gelistet, die der Rentenkasse aus dem Leben des Versicherten bekannt sind und die Höhe seiner künftigen Rente beeinflussen. Nur was dort aufgeführt ist, wird auch bei der Rentenberechnung berücksichtigt. Fehlen relevante Lebensdaten, fällt die gesetzliche Altersrente in der Regel zu niedrig aus. Zeiten der Erwerbstätigkeit teilt der Arbeitgeber der Deutschen Rentenversicherung automatisch mit. Über den Leistungsbezug während einer Arbeitslosigkeit informiert die Arbeitsagentur. Auch vom Wehr- und Zivildienst erfährt die Deutsche Rentenversicherung automatisch.

Anders ist das beispielsweise mit Ausbildungs- und Kindererziehungszeiten oder mit Zeiten, in denen Angehörige gepflegt wurden: Solche ganz oder teilweise anrechnungsfähigen Versicherungszeiten muss man dem Rentenversicherungsträger in den meisten Fällen selbst mitteilen. Als Nachweise dienen beispielsweise Abschlusszeugnisse, Studienbücher, Erziehungs- und Kindergeldbescheinigungen oder Belege der Pflege­ver­si­che­rung des versorgten Verwandten. Experten empfehlen, den mit der Renteninformation verschickten Versicherungsverlauf sorgfältig auf Vollständigkeit zu prüfen. Fehlende Versicherungszeiten muss man dem Rententräger nachweisen – spätestens bei Eintritt des Rentenalters, besser aber frühzeitig, damit bei Renteneintritt alles geklärt ist und sofort der volle Rentenanspruch besteht. Kostenfreie Auskunft in allen Rentensachen gibt es bei allen Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung und unter der Rentenhotline 0800-3331919.

 


Unterscheidung zwischen der gesetzlichen und privaten Rentenversicherung

Artikel vom 02/05/2015

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Renten, die bei privaten Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men abgeschlossen werden, unterscheiden sich  in einem ganz wesentlichen Punkt von der gesetzlichen Rentenversicherung: Bei Privatrenten  werden die Beiträge des Versicherten angespart, verzinst und später in Form einer lebenslangen  Monatsrente garantiert wieder ausgezahlt. Die gesetzliche Rentenkasse dagegen schüttet die  Beiträge der Arbeitnehmer sofort und vollständig wieder an die gegenwärtigen  Ruhegeldempfänger aus. Leider wird sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten das  Verhältnis zwischen Einzahlern und Empfängern der gesetzlichen Rente stark verändern:

 

Immer weniger Beitragszahler müssen immer mehr Rentner finanzieren. Experten schätzen, dass ein heute Zwanzig- oder Dreißigjähriger im Schnitt später weniger an gesetzlicher Rente herausbekommt, als er im Lauf seines Arbeitslebens eingezahlt hat.

Die Anbieter privater Rentenprodukte dagegen garantieren ihren Kunden schon beim Vertragsschluss eine lebenslange Rente in bestimmter Höhe. Neuverträge bieten zur Zeit eine Mindestverzinsung auf den Sparanteil von 0,9 Prozent. Darüber hinaus ist man bei der Privatvorsorge an den Kapitalüberschüssen beteiligt, die das Vertragsunternehmen durch kluge Anlage der Mittel erwirtschaftet. Wie hoch diese Überschussbeteiligung genau sein wird, lässt sich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses aber noch nicht mit Sicherheit sagen – sie hängt vor allem von der Entwicklung an den Kapitalmärkten ab. In einer privaten Rentenversicherung kann sogar eine sog. Rentengarantiezeit versichert werden, die dem Ehepartner bei frühem Tod des Versicherungsnehmers die Weiterzahlung für einen vereinbarten Zeitraum sichert. 

Dies alles gilt auch für die staatlich geförderten Varianten der Privatrente: Die so genannte Riester- und die Rüruprente. Hier gewährt Vater Staat zusätzlich satte Zulagen und Steuervorteile, die den Abschluss einer privaten Rentenversicherun attraktiv machen können.


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