Berufs­unfähig­keitsversicherung (BU) » sinnvoll oder nicht?

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Berufs­unfähig­keitsversicherung » Für wen ist eine BU sinnvoll?

Die gesetzliche Berufs­unfähig­keit greift nur noch für alle, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind. Alle danach Geborenen haben nur noch einen geringen Schutz durch die Erwerbsminderungsrente der gesetzlichen Rentenversicherung.

Eine private Berufs­unfähig­keitsversicherung auch BU-Versicherung oder kurz BU genannt, kann als eine selbstständige Berufs­unfähig­keitsversicherung oder als Zusatzversicherung zu einer Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen werden. Dem Grunde nach dient die Berufs­unfähig­keitsversicherung der Einkommensabsicherung. Versichert wird das Einkommen, welches auch als Grundlage für die zu versicherende Höhe der BU-Rente herangezogen werden sollte.

Daher ist der Abschluss einer BU-Versicherung grundsätzlich für Jedermann der einer beruflichen Tätigkeit nachgeht sinnvoll und notwendig.


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Ursachen » Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung grundsätzlich sinnvoll?

Die Ursachen einer Berufsunfähigkeit ist vielfältig daher ist eine Versicherung notwendig und sinnvoll um sich vor dem Verlust der Arbeitskraft abzusichern
Selbst Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass eine Berufs­unfähig­keitsversicherung sinnvoll ist und neben der privaten Haft­pflichtversicherung zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt zählt und grundsätzlich so früh wie möglich abgeschlossen werden sollte. Denn Statisken belegen, das immerhin etwa jeder vierte Berufstätige noch vor Rentenbeginn berufsunfähig wird.

Zu den häufigsten Ursachen einer Berufs­unfähig­keit zählen psychische Erkrankungen mit kapp 31 Prozent aller Fälle. In erster Linie sind es Depressionen, Angststörungen und Erschöpfungssyndrome wie zum Beispiel ein Burnout die eine Leistung auslösen.

 

Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates sind die zweit häufigste Ursache für eine Berufs­unfähig­keit mit knapp 22 Prozent aller Leistungsfälle gefolgt von Krebs und anderen bösartigen Geschwülsten mit etwas mehr als 14 Prozent. An vierter Stelle liegen Erkrankungen des Herzens und des Gefäßsystems.

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, das in erster Linie Unfälle dazu führen das man nicht mehr arbeiten kann und somit berufsunfähig wird. Im Schnitt werden 90% der BU-Renten auf Grund einer Krankheit beantragt und nur knapp 10% auf Grund eines Unfalls.

Somit erübrigt sich die Fehleinschätzung vieler käufmänisch tätigen Per­sonen, das eine Berufs­unfähig­keitsversicherung nicht benötigt wird und eine Absicherung für diese Berufsgruppe nicht notwendig und sinvoll ist. Denn grundsätzlich kann niemand von sich behaupten, das er von schwerwiegenden Krank­hei­ten gefeit ist.

 


Deshalb ist eine Absicherung durch eine Berufs­unfähig­keitsversicherung notwendig?

Sinn und Zweck der Berufs­unfähig­keitsversicherung ist es, im Falle einer Berufs­unfähig­keit den Lebensstandard halten zu können und so den finanziellen Abstieg zu verhindern. Sinnvollerweise sollte durch eine BU-Versicherung der monatliche finanzielle Bedarfs abgedeckt werden, der durch einen Verlust des Einkommens entstehen würde.

Eine grobe Faustregel besagt das man 70-80% des Nettoeinkommes ver­sichern sollte und grundsätzlich eine Vertragslaufzeit bis zum Beginn der gesetzlichen Rente z.B bis zum 67. Lebensjahr vereinbaren sollte. 

Studien zeigen das sich viele Berufstätige in Sicherheit wiegen und das Risiko im Laufe Ihres Berufslebens irgendwann einmal auf Grund einer Krankheit oder eines Unfalls nicht mehr arbeiten zu können falsch ein. Die Gründe hierfür sind vielfältig. So glauben viele auf Grund Ihres noch jungen Alters, ihrer vermeintlich "ungefährlichen" Bürotätigkeit oder der Annahme die staatlichen Leistungen seien ausreichend, das eine Absicherung durch eine Berufs­unfähig­keitsversicherung nicht sinnvoll erscheint bzw. nicht notwendig ist.

Jedoch wissen die wenigsten, das sich der Staat aus dem BU-Schutz zurückgezogen hat. Denn alle nach 1961 geborenen Berufstätigen haben nur noch einen verminderten Schutz durch die sog. Erwerbsminderungsrente der Deutschen Rentenversicherung. Voraussetzug für den Erhalt dieser Rente ist ein Verlust der vollständigen oder teilweisen Erwerbstätigkeit. Das bedeutet, erst wenn mann generell nicht mehr arbeitsfähig ist und das egal in welchem Beruf, erst dann erhält man eine Erwerbsminderungsrente.

Auch sollte man die Tatsache berücksichtigen, das die volle Ewerbsminderungsrente nur eine Teilabsicherung mit ca. 38 Prozent des letzten Bruttoeinkommens darstellt.

Zudem muss man bereits 5 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, bzw. in letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens drei Jahre Beiträge entrichtet haben um einen Anspruch darauf zu haben. 

 


Warum ist es sinnvoll eine Berufs­unfähig­keitsversicherung früh abzuschließen?

Je jünger man ist, umso niedriger und günstiger fällt die Versicherungsprämie bzw. der monatliche Betrag den man für eine Berufs­unfähig­keitsversicherung zahlen muss aus. Das liegt überwiegend daran, dass mit zunehmendem Alter bestimmte Erkrankungen und altersbedingte Verschleißerscheinungen zunehmen können und damit auch das Risiko überproportional steigt berufsunfähig zu werden.

Die Kosten für einen BU-Schutz richten sich grundsätzlich nach den individuellen Merkmalen eines Jeden. In die Kalkulation der monatlichen Kosten bzw. Prämie für einen BU fließen das Alter, der Beruf, evtl. risikoreiche Hobbies, die BU-Rentenhöhe, die Vertragslaufzeit und zu guter letzt der Gesunheitszustand mit ein.

Gerade dehalb kann es durchaus sinnvoll sein, so früh wie möglich eine Berufs­unfähig­keitsversicherung abzuschließen.

Denn im Alter zwischen 20 und 35 Jahren existieren meistens noch keine größeren Erkrankungen oder gesundheitlichen Beschwerden, sodass eine Berufs­unfähig­keitsversicherung in der Regel zu normalen Konditionen abgeboten werden kann. So verhindert man evtuelle Leistungsausschlüsse für bestehende Vorerkrankungen oder sogar eine gänzliche Ablehnung durch den BU-Versicherer.

  


Eine BU ist vor allem auch für Studenten, Azubis und Berufseinsteiger sinnvoll!

Auf einen privaten Berufs­unfähig­keitsschutz können vor allem junge Menschen heute kaum noch verzichten. Denn wenn man erst am Anfang seines Berufslebens steht, hat man noch wenig bis gar keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt.

Bei einer Berufs­unfähig­keit etwa nach einem Unfall oder einer schweren Krankheit haben Studenten, Azubis und Berufseinsteiger deshalb in aller Regel gar keine oder nur geringe Ansprüche auf ein gesetzliche Rentenleistung. Dazu kommt um einen Anspruch auf eine sog. Erwerbsminderungsrente zu haben, muss man bereits fünf Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben.

Gerade deshalb haben Studenten, Azubis und Berufseinsteiger hier eine 100 % Versorgungslücke und sollten sich frühzeitig um den Abschluss einer Berufs­unfähig­keitsversicherung bemühen.

 


Berufs­unfähig­keitsversicherung sinnvoll für Selbstständige und Freiberufler?

Das wichtigste Kapital eines Selbstständigen ist seine Arbeitskraft, Know How und Erfahrungen bestimmen maßgeblich den unternehmerischen Erfolg. Fällt ein Selbstständiger krankheitsbedingt längere Zeit aus, ist das oft mit erheblichen finanziellen Folgen für Ihn verbunden.

Denn während Angestellte die in der deutschen Rentenversicherung versichert sind und bereits 5 Jahre lang Beiträge entrichtet haben, bei Eintritt einer Berufs­unfähig­keit eine Teilabsicherung durch die staatliche Erwerbsminderungsrente haben, stehen Selbstständige die keine Beiträge für die deutsche Rentenversicherung abführen meist schutzlos dar.

Kosten z.B. für die Umorganisation des Unternehmens müssen meist aus den Rücklagen finanziert werden, sofern diese ausreichend vorhanden sind. Die Frage stellt sich dabei, wie lange können diese im Fall der Fälle die getragen werden? Oder wie werden etwaige Umsatzeinbußen ausgeglichen, welche durch den krankheitsbedingten Ausfall entstehen.

Daher ist ist es sinnvoll und notwendig, das sich insbesondere Selbstständige durch den Abschluss einer privaten Berufs­unfähig­keitsversicherung gegen das Risiko eines möglichen Arbeitskraftverlustes absichern, um so im Ernstfall die aus der Berufs­unfähig­keit entstandenen finanziellen Folgen abzufedern bzw. zu minimieren.

Wem evtl. der Zugang zu einer BU aufgrund von Vorerkrankungen verwehrt wird, für den stellt z.b. die sog. Dread Disease Versicherung übersetzt schwerere Krankenheiten Versicherung eine sinnvolle alternative dar. 

 


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